Peinlichste Universität der Welt

14.03.2021 - Nina Troy

Samstag: 14. März: Die JUSO Kanton St.Gallen prangert die neoliberale Hochschule St.Gallen, die HSG an, da diese sich in einer Abstimmung gegen eine gendergerechte Benennung der Studentenschaft aussprach.

Ist die HSG im letzten Jahrhundert steckengeblieben?
Am vergangenen Montag bis Donnerstag stimmten 53.3% der Student*innen der HSG gegen die längst zeitgemässe Umbenennung der “Studentenschaft” in “Studierendenschaft”. Dies ist nicht nur peinlich sondern auch extrem sexistisch. Der Frauenanteil der HSG liebt bei 35%, womit die HSG weit unter dem schweizer Durchschnitt von 52% liegt. Anna Miotto, Präsidentin der JUSO Kanton St.Gallen meint dazu: “Es ist egal, wie hoch der FINTA*-Anteil an einer Universität ist. Die mitgeschriebene Gleichstellung sollte keine Diskussion sein”. FINTA-Personen sind nun durch das Beharren auf den Namen bewusst aus dem Verein ausgeschlossen. Mertcem Cengin, der Präsident des SHSG, begründet die Ablehnung der Initiative mit der “historischen Verankerung des Brands”. Léonie Schubiger, Vorstandsmitglied der JUSO Kanton St.Gallen meint dazu: “Wenn wir immer an Traditionen festhalten würden hätte Frauen immer noch kein Stimm- und Wahlrecht.” Die JUSO findet ganz klar: Traditionen dürfen nicht als Argument für einen Sexismusfreipass verwendet werden!

FINTA = Frauen und Intersex, nonbinäre, trans, agender Menschen

JUSO fordert sofortige Gleichstellung
Für die JUSO Kanton St.Gallen ist dies inakzeptabel. Hochschulen wie die HSG haben einen grossen Einfluss darauf, wie sensibilisiert die Absolvent*innen auf Gleichstellungsthemen sind. Es muss sich auch an der konservativen HSG etwas ändern, damit wir als Gesellschaft weiterkommen.

Sie stellen deswegen folgende Forderungen auf:

  • sofortige Umbenennung der “Studentenschaft” zu “Studierendenschaft”
  • einen umfassenden Massnahmenplan zur FINTA-Förderung
  • eine Professur für feministische Ökonomie